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Chinesische Astrologie
Die chinesische Astrologie ist ein komplexes System, das sich im Verlauf von etwa 5000 Jahren entwickelte.
Die traditionelle chinesische Astrologie teilt jedem Jahr ein Zeichen
aus dem zwölfteiligen Tierkreis zu. Diese Zeichen heißen Drache,
Schlange, Pferd, Ziege oder Schaf, Affe, Hahn, Hund, Schwein, Ratte,
Büffel, Tiger und Hase. Der Einfluß der chinesischen Astrologie ist
noch so groß, dass im unbeliebten Jahr der Ziege weniger Kinder zur
Welt kommen, weil die Eltern ihren Sprößlingen lieber einen späteren
Start unter einem günstigeren Jahreszeichen verschaffen wollen.
Das Geburtsjahr bestimmt nach Auffassung der chinesischen Astrologie die Charakteranlagen eines Menschen.
Der zweite Ansatz besteht in der Übertragung der traditionellen
chinesischen Elementenlehre auf die Zeit eines Jahres. Die Elemente
sind Feuer, Wasser, Erde und, für westliche Beobachter ungewohnt,
Metall und Holz. Beispielsweise wird das Element Holz dem Frühling
zugerechnet, etwa der Zeit von Mitte März bis Anfang Juni. Erde taucht
dagegen im März, im September und Dezember als Grundlage der
Beurteilung auf.
Der Kalender der chinesischen Astrologie kennt auch eine Unterteilung
des Jahres in 24 Doppelwochen, die chi genannt werden. An dieser Stelle
findet sich eine Parallele zum westlichen System der Tierkreiszeichen.
Mit den Mondhäusern, hsui genannt, eröffnet sich eine weitere Stufe der
Interpretation. Die chinesische Astrologie kennt 28 Mondhäuser, die so
poetische Namen wie Schwalbe, Tiger oder ungehörnter Drache tragen.
Der letzte Ansatz der chinesichen Astrologie besteht in der Betrachtung
der Geburtsstunde, wobei der Tag in zwölf Doppelstunden unterteilt wird.
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